» Jahreshoroskop 2007 » Jahreshoroskop 2008 » Jahreshoroskop 2005
Jahreshoroskop für das Mondjahr 2006 von Souza Seethaler
Das Mondjahr 2006 – eine emotionale Hochschaubahn: Lassen wir uns berühren!
Gefühle sind wieder gefragt – eine Weiterentwicklung des intellektuellen Merkurjahres 2005.
Am 20. März beginnt das astrologische Jahr 2006 mit dem Mond als Jahresregenten.
Der Mond steht in der Astrologie für das Embryonalstadium, die Geburt, die früheste Kindheit, alle seelischen Prozesse, unser Angewiesensein auf Nahrung, Sicherheit, Geborgenheit und unsere Beziehung zur Mutter. Der im Fruchtwasser schaukelnde Embryo ist ein entsprechendes Bild dafür. Das Bedürfnis nach körperlicher und seelischer Nahrung, nach (Be)rührung steht an erster Stelle – die existentiellen Voraussetzungen, damit ein Kind überleben kann. So gesehen könnten Branchen, die eine liebevoll zubereitete Nahrung anbieten, genauso Zuwächse verzeichnen, wie sanfte Körpertherapien oder Seelenmassagen. Auch alternative Geburtsmethoden (Wassergeburt), privat organisierte Krabbelstuben und Kindergärten könnten vermehrt ins Blickfeld der Öffentlichkeit rücken.
Überlegungen, wie man den Geburtenrückgang reduzieren kann, sind in diesem Jahr aktueller denn je, weil der Gegenpol des Mondes, Saturn – der Repräsentant für Reife, Alter und Tod - damit automatisch ins Blickfeld rückt. Diskussionen über Pensionslösungen und die bereits existierende Überalterung unserer Gesellschaft können fruchtbarere Ideen bringen, als es im technologieorientierten Merkurjahr möglich war. Hier steht natürlich auch das Thema an, wie respektvoll unsere Gesellschaft mit alten und sterbenden Menschen umgeht, und welchen steigenden Wert die Sterbebegleitung bekommen wird. Allgemein gesehen könnten auch neue Lösungen auftauchen, wie man mit dem Hunger in der Welt anders umgehen kann, wenn Modelle gefunden werden, auch andere an unserem Überfluss teilhaben zu lassen.
Der Mond trägt auch zu unserem täglichen glücklichen oder unglücklichen Empfinden bei und steuert unser unbewusstes Reaktionsschema; bei Frauen ihren weiblichen Zyklus, in der Natur alles Fruchtbringende und im Meer die Gezeiten. Der Mond repräsentiert auch den Wechsel (Flut – Ebbe) zwischen psychischen Hochs und Tiefs und die Wandlungsmöglichkeiten unserer Seele. Die gebende und nährende Liebe ist sein Grundthema.
Beide, Mond und Saturn stehen für unseren Reifungsprozess und begleiten uns in allen Phasen unseres Lebens. Sie ergänzen sich, obwohl sie scheinbare Gegensätze vertreten. Der Mond (Umlauf 28 Tage) herrscht im Krebs, Saturn (Umlauf 28 Jahre) im Steinbock, und da wir nur in Gegensatzpaaren (Polaritäten) denken können (weiß – schwarz, Tag – Nacht, wahr – nicht wahr), werden uns viele dieser existenziellen Themen emotional aufrütteln, weil sie uns alle betreffen. Wie bei einem Pendel, das von einem Extrem zum anderen schwingt, um dann in der Mitte zur Ruhe zu kommen, geht es in diesem Jahr darum, zwischen dem einem Extrem Mond (unmittelbare Ego-Bedürfnisse) und dem anderen Extrem Saturn (Ordnung durch Akzeptanz der Naturgesetze) einen Mittelweg zu finden.
Betrachtet man das Horoskop vom 20. März 2006, das symbolisch die wichtigen Themen dieses Jahres enthält, fällt auf, dass Überraschungen an der Tagesordnung sein können – es gibt sehr herausfordernde und auch sehr positive Konstellationen. Heftige Spannungen zeigen an, dass dieses Jahr nicht ganz leicht sein wird. So haben wir auch wahrscheinlich wieder mit Naturkatastrophen zu rechnen. Mutter Erde präsentiert uns dort ihre Rechnung, wo wir schon lange gegen ihre natürlichen Gesetze verstoßen haben.
Ein Jupiter - Saturn - Quadrat weist darauf hin, dass einige Ressourcen auf Dauer nicht mehr verfügbar sein werden und wo die bisherige Ausbeutung der Bodenschätze zum Desaster führen kann - ein grundsätzliches Thema unserer Konsumgesellschaft. Konsum um jeden Preis wird nicht mehr an oberster Stelle stehen können, auch in persönlichen Beziehungen wird die Oberflächlichkeit der Bereitschaft weichen, sich nicht nur partiell einzulassen, sondern auch in schwereren Zeiten gemeinsam durchzuhalten.
Der Reiz unverbindlicher Beziehungen dürfte abnehmen, die Scheinwahrheiten des Merkurjahrs sind dort überholt, wo sie sich selbst ad absurdum führen. Die Spaßgesellschaft ist 2006 weniger aktuell, die Besinnung auf die Grundwerte, Familie, Gerechtigkeit und Authentizität scheint wieder einen höheren Stellenwert einzunehmen.
Die besondere Botschaft dieses Jahres eröffnet uns ein Jupiter – Uranus – Trigon: In diesem Jahr haben wir eine große Chance, freiwillig dazulernen zu dürfen. Jupiter, das Symbol für Toleranz und Entfaltung und Uranus als Symbol für Weitblick und Grenzöffnung ist für jeden einzelnen von uns motivierend, mit gutem Beispiel voranzugehen. Außerdem ist es eine hilfreiche Basis für die EU -Präsidentschaft von Österreich, mit gelebter Toleranz auch den Glauben und die Weltanschauungen anderer Menschen und Länder wertschätzend neben den eigenen Werten bestehen zu lassen und darüber hinaus mögliche Konflikte friedlich lösen zu können.
Im Horoskop Österreichs (das auf den 15. Mai 1955 berechnet wird), aktiviert Jupiter das „Medium Coeli“ (die Ziele und Werte) unseres Landes – eine hervorragende Konstellation, um positive Impulse zu setzen, die europaweit weiterwirken können. Eine wichtige Aufgabe wird es sein, die Auslandsbeziehungen zu pflegen und ein neues, aktives politisches Selbstverständnis zu schaffen.
Die wichtigsten Lernthemen sind mögliche Machtkämpfe, die von den wesentlichen Inhalten ablenken und zu kräfteraubenden Konflikten ausufern können, wenn der politisch Andersdenkende zum Feindbild hochstilisiert wird (Sonne Quadrat Pluto). Eine Häufung von Spannungsaspekten sowohl im Februar/ März und dann wieder im September/Oktober deutet auf kritische Hürden hin, die es zu meistern gilt. Ein Neptun – Saturn – Quadrat kann wirtschaftliche Entwicklungen verlangsamen oder lähmen, wenn durch Vertuschungen oder Intrigen die Wahrheit verzerrt wird. Auch beim Thema Arbeitsmarkt und Gesundheit (Neptun im 6. Haus) gilt es überholte Strukturen zu durchleuchten, statt Statistiken zu erfinden, die man dann schönredet. Der Hang von uns Menschen, Projektionen und Wunschbildern nachzulaufen, ist in diesen Zeiten mehr als kontraproduktiv.
Um das zu vermeiden, finden wir im Horoskop Österreichs in diesem Jahr zusätzlich die Hilfestellung eines Pluto – Venus – Trigons (Januar, Juni/Juli und Oktober/November), das die Position und den Selbstwert der Frauen fördert und vor allem diese auffordert, bei affektgesteuerten Konflikten und beginnenden Aggressionen ein „Veto“ einzulegen. Die weibliche Energie (die ja auch jeder Mann in sich trägt), und die nährend (statt zerstörend) wirkt, wird in diesem Mondjahr sehr viel Positives bewirken können und gibt Hoffnung.
„Vielleicht gibt es schönere Zeiten - aber diese ist die unsere“.
(Jean-Paul Sartre)
©2006 Souza Seethaler
Horoskop: 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005
Jahresthemen: 2010